Montag, 30. Dezember 2013

Projekt 12 in 2014 oder emptying your cup

Die Sache mit den Vorsätzen und dem Jahreswechsel. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, dass ich sowas erst gar nicht mehr mache...weil meistens klappt es eh  nicht und die guten Vorsätze sind im Alltagsstress spätestens Mitte Januar wieder vergessen.

Ich hab  jetzt Nadine´s Beitrag gelesen und war wieder etwas motivierter. Allerdings ab Mittwoch wird nicht mehr geraucht und mindestens 5 kg abgenommen schenk ich mir. Da braucht es schon ne harte Gastritis die mich dann im Oktober schon dazu bewegen konnte mit dem rauchen aufzuhören und da ich grade so gar nichts essen konnte, hats dann auch mit den 5 kg geklappt. Da kann Silvester einfach nicht mithalten...

Bei Nadine geht es also um 12 Ziele für 2014. Dann mal los:

1.  Ist sicher das wichtigste: Weniger DENKEN... einfach weniger nachdenken. Mal meiner eigenen inneren Stimme das Wort verbieten. Nicht immer alles abwägen...mehr Risiken eingehen. Wenn Du über alles, das Dir Angst macht und Dich traurig macht ständig nachdenkst, dann hast Du Angst und bist traurig. Und zwar ständig. ...und so kommen wir auch schon zu:

2. Den Becher wieder leer machen. Und zu diesem Thema gab es auch so einen super Beitrag bei Ali Edwards (Sorry mal wieder). Er ist allerdings nicht von ihr und ich möchte nur ein paar Dinge zitieren bzw. die ich so mitgenommen habe und die ich super fand: Nochmal von null anfangen gedanklich: Das heißt den Becher nochmal ausleeren falls er in der letzten Zeit eher halb leer als halb voll war und die Dinge nochmal völlig neu bewerten.  Nochmal vielem/vielen eine neue Chance geben: sie vielleicht bei neuer neutraler Betrachtung anders zu sehen.

"Learning begins by emptying your cup, so that you can fill it with what you find. Emptying your cup means getting rid of pre-set opinions.

It’s about clear seeing, mindfulness turned to seeing reality as it is, without trying to make things rosy or conform to the story you tell yourself. "

Mir ist wirklich aufgefallen, dass ich bei vielen Dingen denke: das wird doch eh nichts, weil ich an alte negative Erfahrungen anknüpfe. Oder ich denke: da hab ich keine Lust zu, weil ich früher keine Lust zu hatte. Dinge zu tun, vor denen man Angst hat, um neu zu bewerten ob die Angst gerechtfertigt ist und ein scheitern zu zu lassen.

3.  Ein Ziel, das ich auch von Nadine kopieren will ist, neue Rezepte auszuprobieren.  Auch das passt irgendwie zum Thema emptying your cup.  Ich neige dazu, neue Rezeptbücher zu kaufen und bin dann auf der Suche nach gewohnten Rezepten. Durch den Thermomix hab ich ganz viele neue Möglichkeiten für mich entdeckt und ich möchte für uns auch ein paar neue Lieblingsrezepte finden. Das ist wie mit der Sache mit dem Sushi...

4. Wieder mehr Zeit für´s Essen und kochen einplanen. Ich denke, dass das automatisch dazu führt, dass man sich etwas gesünder ernährt. Auch wenn ich durch den Thermomix jetzt teilweise echt Zeit spare, möchte ich trotzdem besser planen, was es zu essen gibt.

5.  Auch Punkt 7 von Nadine hat mich nachdenken lassen. Wieder mehr rausgehen. Das ist ein ganz eigenes privates Thema für mich. 

6. Mein Ding machen: Ich hänge ja fast den halben Tag bei pinterest und blogs. Das ist für mich ein absolutes Hobby geworden. Man kriegt so viel Input und Motivation usw....allerdings ist das einfach auch ziemliche Reizüberflutung und hält einen von der eigenen Kreativität ab. Inspiritation ja...aber mich lähmt es teilweise - ich hab das Gefühl nicht mithalten zu können.  Und jetzt zum Thema:
Ich habe dieses Jahr etwas erschreckendes festgestellt: Bereits im Sept. mit Erscheinen des neuen SU Herbst/Kataloges haben alle (ich lese viele Blogs) sich fast täglich überschlagen mit weihnachtlichen Kartenvarianten. Das hat dazu geführt, dass ich nur noch mit offenem Mund gestaunt habe... zu Anfang zumindest. Zum einen war mir unklar, wie manche es schaffen, täglich neue Ideen zu haben und sich gegenseitig versuchen zu übertreffen. Spätestens im November war mir klar, dass mir das nicht gefällt. Überhaupt nicht. Am 01. Dezember wollte ich mein Wohnzimmer weihnachtlich dekorieren und hab festgestellt: Ich hab weihnachten schon satt...gedanklich bin ich schon bei den Vorbestellungen für Januar. Das war traurig. Diesen Trend mach ich nicht mehr mit. Mir viel es schwer noch weihnachtliche Stimmung zu haben.

Heute ist der 30. und die blogs sind voll mit Werbung für die SAB und die ersten Karten sind gelb und orange. Dabei haben wir noch nicht mal Silvester. Jeder will jetzt der erste sein und die neuen Waren aus dem Vorverkauf zeigen. Ich möchte jetzt erstmal Silvester haben - vielleicht kommt ja doch  noch im Januar oder Februar Schnee. (mir gefallen deswegen blogs, die realistisch sind - mitten im Leben - und nicht wie im Supermarkt wo es im September schon Nikoläuse gibt und morgen der Osterhase eingeräumt wird).  Ich möchte bloggen, was ich gerade jetzt tue - egal ob es in den aktuellen Katalog oder Trend passt.  Da muss ich mir selbst auf die Füße treten. Das würde auch mein Kaufverhalten ändern. Ich sehe soviel und kaufe Dinge um sie dann nicht zu nutzen weil andere schon weiter sind als ich.

7. Eine Entscheidung zu treffen wie es kreativ weitergehen soll und dann diesen Weg auch weiterzugehen. Das bedeutet, evtl. bei  Dawanda weitere Artikel einstellen und eine klare Linie zu fahren. Ich war überrascht, dass sich das doch so positiv entwickelt hat.  Und rauszufinden, ob das Nähen zu integrieren ist oder mehr für mich privat bleibt.

8. Weniger ist mehr...
Weniger blogbeiträge.... aber dafür Dinge, die mir am Herzen liegen (ohne schlechtes Gewissen).  Mehr scrappen....ein bisschen mehr an meinem eigenen Stil arbeiten. Beim December Daily hab ich für mich rausgefunden, dass es viel schöner ist manchmal mehrere Stunden an einer Seite zu arbeiten.  Das heißt aber auch, Projekte fertig zu machen und sich nicht ablenken lassen, wenn das "Netz" schon viel weiter ist.

9. Project life nächstes Jahr unbedingt wieder weiter auszubauen... Mich unbedingt mit dem Kamera Buch zu beschäftigen und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Deswegen führe ich jetzt ein handschriftliches Tagebuch ein mit ein paar kurzen Sätzen. Ich werde mich an kein bestimmtes System halten und mich nicht festlegen wie ich es mache. Vielleicht gibts in einem Monat 4 Layouts oder viel Text und Kärtchen...oder jede Woche oder sogar jeden Tag einen Beitrag. Und dann war da noch das Project Ich.


10.  So ganz anders als bei Nadine: Hoffentlich weniger zum Arzt zu gehen. Allerdings musste ich heute schon die ersten Krankenhaustermine machen. Aber auch hier muss man akzeptieren, dass das mein Leben ist.

11. Wieder mehr lesen und entspannen. Es mindestens einmal die Woche zu schaffen, ein wenig Yoga zu machen oder was auch immer. Und mehr Zeit für meine Familie zu haben. Das ist mir Weihnachten schmerzlich klar geworden...

12. Nicht zu verbissen zu sein und nicht böse zu sein wenn es mit den Punkten 1 - 11 nicht so gut geklappt hat aber ich es auf jeden Fall versucht hab....


In diesem Sinne....es gibt viel zu tun. Packen wir´s an.

Kommentare:

  1. Hallo Leslie, freut mich, dass meine 12 fürs nächste Jahr dich inspiriert haben :)

    Du, das mit den Ärzten ist bei mir ehr auf das Thema Vorsorge bezogen. Frauenarzt, Zahnarzt, was halt möglichst regelmäßig "gemacht" werden sollte.
    Ich gehöre zu jenen, die erst dann zum Arzt kriechen, wenn ich es gar nicht mehr aushalte. Dafür bin ich auch schon oft geschimpft worden.
    Nun ist Krebs halt noch dazu ein ganz mieses A*loch das man meist von alleine gar nicht mitbekommt. Verhindern lässt es sich in den seltensten Fällen, aber zumindest kann man ihn meist rechtzeitig aufspüren.

    Du hast ein paar interessante Punkte dabei. Vielleicht machst du ja auch gelegentlich eine Zusammenfassung, ich bin gespannt. Euren Feed lese ich ja schon lange :)

    Lieben Gruß und einen guten Rutsch!

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  2. DANKE Nadine. Du inspirierst mich ganz oft auch wenn ich zu wenig kommentiere. Ich lese ihn ja eben gerne weil Du manchmal auch echt einfach ehrlich bist. Das wünsche ich mir mehr bei den Bloggern. Deswegen lese ich bei dir auch text und gucke nicht nur Bilder.

    Ja ich werde mir meine eigenen Worte ausdrucken und aufhängen. Neben den Beitrag von Ali und den Nein sagen Beitrag. Und ich werde versuchen eine Zusammenfassung zu machen und es ins project life zu integrieren

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    1. Wow, das geht runter wie Butter. Schön, wenn sich auch mal die stillen Leser zu Wort melden :)

      Setz dich nicht zu sehr unter Druck, wir sind alle nur Menschen. Ich gehe auch nicht davon aus, dass ich alles schaffe. Aber man soll dann halt den Lesern und sich selbst gegenüber ehrlich sein. Lieber was weg lassen, wenn es nicht die ganze Welt wissen muss, als Lügengeschichten zu schreiben.
      Und solche Projekte bieten ja zum Glück genug Spielraum dass jeder selbst bestimmen kann, was geht und was zuviel ist :)

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  3. Liebe Leslie, schön wenn du dir auch 12 Ziele gesetzt hast. Magst du dich nicht vielleicht in die Teilnehmerliste (http://schildmaid.net/projekt-12-in-2014-teilnehmerliste) bei mir eintragen? Irgendwie ist das immer noch der letzte Tritt in den Hintern, der einem hilft, auch wirklich durchzuhalten ;)

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  4. Ein sehr ehrlicher Einblick - vielen Dank dafür! Im Netz findet man leider nur selten ehrliche Gedanken, das es oftmals mehr um Schein denn um Sein geht. Ich wünsche Dir für das kommende Jahr alles Gute! LG Janna

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