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18.Dezember - Entschleunigung...

Wir schreiben den 18. Dezember, 6 Tage vor Weihnachten und im Laufe der letzten 24h habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen: ich muss mich entschleunigen und zwar sofort.
Gestern Mittag war meine Welt noch in Ordnung, also soweit sie das bei mir jemals ist. Mein Backofen geht wieder, jetzt nur noch schnell sechs Maschinen Bügelwäsche wegarbeiten und dann kann es morgen endlich an die längst überfälligen Geschenke für die Lieben aus dem Thermomix gehen. Aus Zeitgründen erst mal schnelle Cookies und den längst überfälligen Toffifee-Likör.
 
Und dann fing die Waschmaschine an zu mucken, sechs Tage vor Weihnachten. Heute morgen also schnell den Kundendienst anrufen, mal Glück gehabt und gleich einen Termin bekommen. Zwei Stunden später, Gottseidank, Maschine reanimiert. Jetzt aber ...
 
Nach 15 Minuten Likör im Kühlschrank, schnell noch die Cookies, aber nicht die vom letzten Jahr, probieren wir mal eben was Neues. Zwischendurch mal eben schnell zwei Pakete angenommen und einmal telefoniert. Soweit so gut. Masse sieht gut aus, viel Schokolade, schmeckt prima, bisschen merkwürdige Konsistenz, aber o.k., alles in den Backofen. Schnell noch ein Handybeweisfoto fürs Schwesterchen...
 

Zwei Minuten später die Katastrophe: Alles völlig zerlaufen, der Backofen schwimmt in Schokolade, ein Schrei, ich dreh mich zur Spüle und greife nach dem Lappen und rette, was zu retten ist. Zum Abstellen des Bleches schiebe ich den Thermomix auf der Arbeitsplatte zur Seite und was steht da ? Ein nagelneues und vor allem unangetastetes Päckchen Mehl. So. Es reicht.

 
Hier läuft sechs Tage vor Weihnachten was ganz falsch. Ich bin den ganzen Tag wie auf der Flucht, meine ToDo-Liste wird jeden Tag länger statt kürzer. Wir haben noch keinen Baum, übermorgen ist der letzte Schultag und die Geschenke für die Erzieher, Therapeuten und Helfer aller Art sind nicht verpackt, keine Ahnung was es an Weihnachten zu essen gibt und wer zum Essen kommt. Aber wisst Ihr was ? Es wird irgendwie gehen. Wir werden satt werden, jeder wird ein Geschenk bekommen und auch einen Baum wird es irgendwo auch am letzten Tag noch für uns geben. Ich sag nur "Alles besser als Krankenhaus".

Als es klingelte und die Nachbarin mit ihrem gerade selbst gemachten Toffifee-Likör vor der Tür stand, konnte ich schon wieder lachen, vor allem über mich selbst. Wir haben dann mal nett unsere jeweiligen Liköre getestet und so langsam hat sich bei uns beiden die Erkenntnis eingestellt : Egal, wie verrückt wir uns machen, wir werden Weihnachten wie immer gut überstehen und es wird auch dieses Jahr wieder schön werden, vielleicht anders als sonst, aber schön. 
 
Hier seht ihr, was ich zum Schluss mit dem Restteig und einer geschätzten Restmenge Mehl noch retten konnte. Mein Mann kommt heute Abend von zwei Tagen Konferenz nach Hause und ist so krank, dass er sich eigentlich sofort hinlegen muss. O.k....
Morgen ist auch noch ein Tag. Mein Gott was hab ich dieses Jahr Bilder und Geschichten für mein December Daily!!! 

 
Schmeckt übrigens gut, auch wenn wir am Outfit noch etwas arbeiten müssen. Cest la vie... oder so ähnlich :)

Kommentare

  1. Recht hast Du: am schlimmsten Punkt aussteigen aus dem Stress, einen Schritt zurückgehen, um erst mal Abstand zu bekommen, um sich dann ganz entspannt wieder auf den Weg in Richtung Weihnachten (oder was gerade das Ziel unsere inneren Zeitrechnung ist) begeben.
    Ich wünsche Dir noch tolle Tage, fröhliche Weihnachten Euch allen und Deinem Mann gute Besserung.
    LG, Heike

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  2. Liebe Heike, vielen Dank für Deinen Zuspruch. Ich bin zwar nicht sicher, ob "entspannt" gerade die richtige Bezeichnung für meinen Zustand ist, aber ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, mich ab heute nicht mehr verrückt zu machen. Wenn es dieses Jahr Pizza am Heilig Abend gibt, wäre zumindest mein Mann glücklich ;)

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