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Gänsehaut

und Pippi in den Augen hatte ich heute morgen, als ich dieses Video, das mir unser Lebenshilfe-Verein zugeschickt hat, angeschaut habe. Ich war so berührt, dass ich sofort entschieden habe, das heute mit Euch zu teilen. Wir - Leslie und ich - hatten uns ja vorgenommen, uns nicht nur eindimensional mit Kreativem hier zu zeigen, sondern auch "ganzheitlich" mit all unseren Stärken und Schwächen, unserem ganz normalen und leider doch oft besonderem Leben.
 
 
Ich selbst, als Mutter eines schwerstbehinderten Kindes, bin zur Zeit ein absoluter Inklusions-Gegner, was aber nichts mit dem Grundgedanken zu tun hat, den sicher die EU-Verantwortlichen mit ihren Bestrebungen einmal verfolgt haben.
Bei uns heißt das aber konkret, dass unsere Kreisverwaltung, die da sicher bundesweit eher im Trend liegt, den irrwitzigen Gedanken verfolgt, dass in ein oder zwei Jahren alle behinderten Kinder in Regelschulen integriert werden. Dann zahlt nämlich nicht mehr nur die Kommune vor Ort sondern der Bund und es gibt schöne EU-Fördermittel. Leider sieht das konkret so aus, dass seit zwei Jahren an der Förderschule meines Sohnes z.B. die Heizung und die Fenster kaputt sind und jedes Jahr zu Beginn der Winterzeit nur noch notdürftig repariert werden können, weil keine Mittel mehr zur Verfügung gestellt werden. Das dadurch Schimmel entsteht wundert sicher keinen... Die sanitären Anlagen sind überfällig renovierungsbedürftig und es fehlt an Klassenräumen in den Unterstufen, so dass zwei Klassen in die naheliegende Grundschule ausgegliedert werden müssen. Das wäre jetzt ja schon eine schöne Inklusion, aber die kleinen Zwerge müssen bei Wind und Wetter mehrmals am Tag zwischen den Schulen hin- und herwechseln. Dort stehen Ihnen weder ein Speisesaal und Therapieräume zur Verfügung noch konnte eine sichere Pausenaufsicht auf dem allgemeinen Schulhof geschaffen werden. Im Frühjahr hatten die Jungs aus unserer Klasse, die allesamt noch gerne auf dem Boden spielen, wenn sie einmal keinen Unterricht haben, teilweise 18 Grad im Klassenraum, so dass wir immer wieder die Kinder abholen mussten, damit sie nicht krank werden.
An den anderen Grundschulen werden dafür Unsummen in Renovierungen, Aufzüge etc. investiert, obwohl diese nachweislich überhaupt nicht in der Lage wären, Kinder wie meinen Sohn mit einem hohen Pflege- und Betreuungsaufwand zu beschulen. So sieht aktuell Inklusion im Rhein-Lahn-Kreis aus. Wenn Ihr Euch mehr dafür interessiert, Googlet einfach mal, wie das so in Eurer Gegend aussieht und unterstütz vor allem die örtlichen Pro-Förderschule-Initiativen, die sich bemühen, für Kinder wie meinen Elias Orte zu bewahren, an denen man ihren Stärken tatsächlich gerecht werden kann, an denen sie aber auch vor zu viel oder besser falsch verstandener Integration geschützt sind.
 
Danke fürs Lesen.
Später gibt es auch noch etwas Kreatives von mir.

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