Freitag, 26. Juli 2013

Was ein Projekt....schneiden, schneiden, schneiden...

Kann mich jemand aus dem Sommerloch rausholen? Hier ist es still derzeit aber die Hitze lässt sich nur in abgedunkelten Räumen ertragen oder irgendwo, wo man die Füße ins Wasser halten kann. Schwesterchen hat was Großes, wo man den ganzen Körper reinhalten kann...deswegen hört und sieht man von ihr offensichtlich gar nichts mehr ;-). Nutzt mich nichts...140 km sind entschieden zu weit für ein Bad im kühlen Nass. 

Aber wenn ich morgens wie gewohnt meinen feedly (Ersatz für google reader) aufrufe zeigt der an: No unread articels, all done! Hm...alle sind im Garten und viele meiner blogs, die ich so lese sind ja von SU-Mädels...und die posten leider nur Fotos vom pool in Utah. Es ist zum Mäuse melken...

So genug bla bla...und Gejammer. Zu meinem derzeitigen Projekt und von Anfang an (das wird jetzt sehr ausführlich):

Vor längerer Zeit gab es auf der Internetseite von scrapwerk die Ankündigung, dass Marit in der nächsten Ausgabe einen Beitrag dazusteuern würde. Na da war ich gleich neugierig: Wer ist das denn?... und bin auf ihren blog gehüpft. Und seit dem hänge ich dort fest...aus dem Sommer-Special "Ich packe meinen Koffer" hatten wir bereits ein Mini-Album von ihr vorgestellt. Mein Herz hat aber was ganz anderes erobert...ich nähe ja schon die ganze Zeit ein bisschen dies und ein bisschen das aber als ich mir vor paar Jahren mal die Nähmaschine von meiner Mutter geborgt hab, da wollt ich so eine Patchworkdecke machen. Damals hatte ich aber noch null komma null genäht und wer glaubt man kann da einfach mal so grade paar gerade Nähte machen und bisschen was zurechtschneiden. Pustekuchen...ich hab das sofort über Board geworfen und die Maschine stand ja bis letztes Jahr im Schrank. Seit dem nähe ich zwar wieder aber ganz andere Dinge...und als ich da bei Marit gelandet bin fiel es mir wieder ein...da war doch was. 

Habt ihr diese wunderschönen Decken gesehen, die sie da näht. Absolut tolle Kunstwerke und mittlerweile zeigt sich ja, dass sie einige Auftragsarbeiten für Quilts bekommen hat. Absolut zu Recht. Wer mal bei dawanda oder so schaut was so eine handgemachte Decke kostet....oh weiha. Außerdem ist sie eine tolle Scrapperin. 

Was ist der Unterschied zwischen Patchwork und Quilten?
So richtig habe ich es noch nicht kapiert...Wenn ich es richtig verstanden habe, dann werden zwar bei beiden Stoffe wieder zusammengesetzt, aber nur beim Quilten entsteht durch Aufbringen der Ziehrnähte ein Quilt. Diese verbinden gleichzeitig die Rückseite mit dem Vlies und dem Top und es entsteht dieser Knautscheffekt. 

Ausgangsmaterial:
Ich habe mir einiges an Ausgangsmaterial zugelegt aber eigentlich brauch man dafür nur einen guten Rollschneider und eines dieser tollen Lineale um loszulegen. Ich habe das von Marit vorgeschlagene Buch gekauft - es ist aber eher was für Fortgeschrittene und außerdem auf Englisch. Ich habe mich dann nochmal ein wenig umgesehen und DAS IST MEIN LIEBLING JETZT. Perfekt...vom englischen ins Deutsche übersetzt und deswegen sind einige krumme Maße vorhanden, weil von Inch in cm umgerechnet wurde. Es ist von Anfang bis Ende alles erklärt und so mache ich mich an mein erstes Projekt aus der Rubrik "für  blutige Anfänger".





 
Ich hab mir dann eine kleine Zeichnung gemacht. Ich hab nämlich hier schon gepfuscht. Nix Quadrate in 6,25 x 6,25 cm. Ähhh nee. Ich bin gleich mal auf 12x12 umgestiegen. Geht doch viel schneller...rechne rechne...oh. äh. WAS? 36 Quadrate für einen Block und 6 Blöcke sind ...ach du liebes Lieschen.

Dann geht es zur Stoffauswahl. Das ist super schwer aber macht riesig Spaß. Vor allem muss man sich erstmal mit ein paar Themen beschäftigen...Was sind Fatquarter. 25x100cm Stoffbahnen. Eben zum Zuschneiden solcher Quadrate. Üblicherweise werden 12,5 cm genommen bzw. eben die 6,25 cm. Hab ich erst später kapiert. Ich hab natürlich überall jetzt bissl. Verschitt. Beim nächsten Mal....wenn es ein nächstes Mal geben wird.
 
Allerdings stellt sich bei mir da das gleiche Problem ein, wie mit dem Papier. Anfassen ja - ANSCHNEIDEN? Nein. Das schlimme ist, dass SU ja die Stoffe aus dem Programm genommen hat und ich sie nicht mehr nachkaufen kann. Aber ich hab zum einen ja Steffi, die einen ganz süßen Laden in Bergheim hat und sie ist ein ganz ganz netter Mensch. Sie gibt übrigens auch Nähkurse und sie hat absolut TOP Qualität und man kann sie auch immer mal um Rat fragen. Wo gibt es das heute noch? Bei Steffi kann man aber auch online kaufen. Zum anderen habe ich auch noch einen Online-Shop speziell für Quilter aufgetan. Aber ich hab es geschafft, und habe alle meine Lieblingsstoffe wirklich genutzt. (Platz für Neue ;-))

Und jetzt habe ich auch wirklich alle 216 Stück. Ich hoffe, ich hab mich nicht verrechnet? Damit bin ich also schon länger beschäftigt gewesen. Auf die Rückseite kommt ein einfarbiger Stoff. Aber den habe ich noch nicht gekauft. Wenn das hier nämlich in die Hose geht, dann hab ich schon genug Stoff verbrannt. Dieses Projekt ist sowieso für mich eine therapeutische Erfahrung: Übe Dich in Geduld...eins nach dem anderen...kein Projekt für einen Tag. Eher für ein paar Monate. Und das habe ich mir auch fest vorgenommen. Ich möchte einmal etwas machen, das lange dauert und an dem ich immer mal wieder arbeiten kann wenn ich Lust habe und wenn eben nicht - dann nicht. 

Spaßig wird es bei der Einfassung. Auch hier hat Marit eine Beitrag zu verlinkt. Wer kein Buch kaufen möchte, der kann bei Marit unter den verschiedenen Beiträgen zu den Quilts einen schönen Eindruck bekommen.  Ich hab da mega Respekt vor - auch wenn es im Buch gut erklärt ist.

Sollte das Projekt hier klappen, habe ich mir nämlich schon einen zweiten Quilt ausgesucht...hüpft nochmal schnell nach oben zum Buchcover. Der, der oben aufliegt. Aber dafür brauche ich noch so viel Erfahrung. Da geht es nämlich um applizieren. 





So...ich muss die ja dann nur noch zusammennähen. Ich hoffe, ich hab nicht soviel Blödsinn geschrieben. Wenn doch...bitte bitte lasst es mich wissen. Ansonsten werde ich mal wieder dazu berichten.



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