Mittwoch, 23. März 2016

Schlimmer geht immer...

Eigentlich wollte ich Euch in den letzten Tagen was zum Tod von Guido Westerwelle schreiben. Mich hat das am Freitag wirklich hart getroffen. Ich bin hier ganz ehrlich. Ich weiß von Guido Westerwelle soviel wie die meisten wahrscheinlich.

Bei mir hinterlässt das hier aber so eine furchtbare Hoffnungslosigkeit. Ich meinte es wäre erst vor ein paar Tagen gewesen, da sah ich die Sendung mit Günter Jauch und dachte. Puh, okay die Krankheit hat ihn gezeichnet, aber er hat gekämpft und man kann mit Wille und Glaube viel schaffen. Als Politiker hat er mich wenig interessiert und seine Rede hat mich selten angesteckt, aber da war ich wirklich von seinem Auftreten überzeugt. Das macht doch Mut.

Und was ist...jetzt haut ihn eine Lungenentzündung um weil er sich von der eigentlichen Krebstherapie nicht erholt hat. Für mich bleibt da wirklich nur noch so ein Gefühl von: das kann keiner Besiegen. Das macht mich mutlos und die Angst vor dieser Gefahr lähmt mich fasst ein bisschen. Weil man immer irgendwie damit rechnen muss, dass einem auch sowas passiert. Weil man ständig in Angst vor etwas lebt, was man nicht einschätzen kann.

Und während ich noch darüber nachdenke, wie ich das in Worte fassen könnte, steht schon der nächste Horror gestern vor der Tür. Und die Empfindung ist irgendwie die gleiche. Wann trifft es mich? Wie lange sind wir noch in Sicherheit? Auch hier kann ich die Gefahr nicht einschätzen. Ich bin am meisten schockiert, dass ich beim öffnen von Instagram schon wenige Stunden nach diesem schlimmen Vorfall (ich hatte Radio & TV aus) eine Zeichnung dazu sehe; da war ja einer auf Zack. Ich musste erstmal schnell TV an machen und schaue nochmal also auf ein Bild mit einem weinenden Franzosen und einem weinenden ....ja ich musste erst sicher gehen dass es gar nicht die deutsche Flagge war. Jooo ich kenne beide, aber wenn man in Sekunden auf dieses Bild schaut und sich überlegt, dass der Mann gerade in Köln direkt am HBF ist dann wird es einem erstmal anders. Ich rechne nach diesem furchtbaren Spektakel um Köln seit Silvester mit allem Möglichen oder Unmöglichen hier vor Ort. Dass es dann letztlich Belgien war macht es nicht unbedingt besser. Nur, dass ich & meine Familie dieses mal nochmal davon gekommen sind. Und ich hab irgendwie noch diesen Tatort von Sonntag im Kopf. Ganz schön nah am Thema.

Das ist für mich wie mit dem Krebs:
Das macht mich mutlos und die Angst vor dieser Gefahr lähmt mich fasst ein bisschen. Weil man immer irgendwie damit rechnen muss, dass einem auch sowas passiert. Weil man ständig in Angst vor etwas lebt, was man nicht einschätzen kann.

Und ich kann ganz schwer verstehen, wie eine Mutter mit zwei Kindern in die Kamera sagt: "Ja aber das wollen die doch nur, dass wir Angst haben. Deswegen fliegen wir jetzt gerade deswegen in den Osterurlaub."

Montag, 14. März 2016

Leserunde Eva Almstädt, Das Fazit zum Buch "Ostseetod"

In meinem letzten Post hatte ich es ja bereits erwähnt: die letzten 4 Wochen habe ich mit einer Lesejury zusammen den neuen Krimi von Eva Almstädt aus der Reihe um Pia Korittki für BasteiLübbe vorabgelesen. Heute erscheinen die Abschlussrezensionen aller Teilnehmer. Das Buch selbst erschien bereits am 11.03.2016 im BasteiLübbe Verlag. Herrlich...kommt man sich fast ein bisschen wichtig vor. Leider formiert sich BasteiLübbe gerade ein wenig um, so dass es derzeit keine weiteren Leserunden gibt, für die man sich bewerben könnte. Ich fand es toll. Ich werde das auch gerne wieder machen, sofern der Verlag mich lässt.

Und weil das Buch wirklich toll ist, möchte ich eine GEKÜRZTE Leserezension hier ebenfalls abdrucken. Ich habe hier bewusst Teile raus genommen, damit ihr a) nicht zu viel zu lesen habt und b) die Spannung ein wenig erhalten bleibt. Auch wenn eine Rezension ja kein Klappentext ist, hab ich für Euch eine andere Fassung gewählt. Viel Spaß damit und vielleicht kann ich ja den Einen oder Anderen verleiten:


Abschlussrezension „Osteetod“; Autor Eva Almstädt, bei BasteiLübbe erschienen am 11.03.2016

Ostseetod ist der 11. Teil der Krimi-Reihe um die Kriminalkommissarin Pia Korittki aus Lübeck. Alle Krimis sind in sich abgeschlossen, wer also mit diesem Teil in die Serie starten will: Kein Problem. Pias Privatleben spielt in den Krimis allerdings auch immer eine große Rolle, so dass es natürlich spannender ist, wenn man alle Teile, und die wiederkehrenden Personen, die auch ein wenig den Charme der Serie ausmachen, bereits kennt.

Worum geht´s in diesem Teil?
Ganz allgemein:
Ihr Vorgesetzter Manfred Rist möchte Pia vom Dienst freistellen, weil sie Täterwissen an die Presse weitergegeben haben soll: „Du bist ein Sicherheitsrisiko“. Pia lernt völlig unerwartet Lars Vergangenheit kennen und stürzt vor lauter Aufregung mit ihrem Fahrrad in den Fluss. Und auch ihre Vergangenheit lässt sie nicht in Ruhe. Marten Unruh taucht plötzlich wieder auf und auch die Frage, wer denn Felix Vater ist. Pias Sohn hat auch wieder einen Auftritt und kämpft mit dem ersten Kindergartentag. Der Kleinkrieg zwischen Mascha und Pia ist auch nicht zu Ende; das obwohl Mascha jetzt endlich selbst schwanger ist. Auch Pias Kollege Broders hat seinen eigenen privaten Fall zu lösen.

Zum Fall selbst:
In einem kleinen Dorf an der Ostsee verschwindet ein 11-jähriges Mädchen. Lara taucht nach einer Verabredung mit einer Freundin nicht wie vereinbart an der Bushaltestelle auf. Ein Alptraum, hatte die Mutter Sophie doch aus Zeitgründen ihr Kind nicht selbst dort hinfahren und wieder abholen wollen. Während der Vater bei der ersten Befragung von nichts wissen will (heiles Landidyll), erfahren wir schnell über die brodelnden Konflikte innerhalb der Familie und innerhalb des Dorfes. Die Mutter hat eine heimliche Beziehung zum Antiquitätenhändler Florian, der mit der ehrgeizigen Lucie, die eine Ballettschule betreibt, verheiratet ist. Es taucht schnell die Frage auf, ob es hier einen Zusammenhang gibt. Oder kann Lara mit dem Druck nicht umgehen, weil sie in ihrer Freizeit Ballettstunden bei Lucie nimmt und mit der Apothekertochter Cäcilia um die Aufnahme an einer höheren Ballettschule konkurriert. Da Lösegeldforderungen fehlen, tappen Pia & ihre Kollegen im Dunkeln.

Schnell formiert sich deswegen eine Bürgerwehr die vom tonangebenden Gutsbesitzer ins Leben gerufen wird: Ansgar Hellbach, der mit seiner erwachsenen Tochter im Verwalterhaus des alten Gutshauses wohnen muss, weil ihm das Geld ausgeht. Er selbst hat nicht nur die kleine Gemeinde gut in der Hand, sondern herrscht auch despotisch über seine eigene erwachsene Tochter Friedlinde, die ihm den Haushalt führen muss und kein eigenes Leben zu führen scheint und und eher bieder daher kommt. Ebenfalls dabei ist Lucies Bruder Rüdiger, der nach einem verpatzten Auswanderungsversuch wieder zurück im Dorf ist. Der typische Macho mit Hang zu Prügeleien; ständig pleite und in einem Wohnwagen auf dem Grundstück der Schwester wohnen muss und für den Schwager ab und an Handlangerarbeiten übernehmen darf. Fehlen noch Cäcilias Vater, Hendrik Nagel (hiesige Apotheker), der permanent nervös erscheint und der junge unsichere Sven Fricke, der von den anderen Herren wenig Beachtung bekommt und heimlich in Hendrik Nagels Schwägerin Miriam verliebt ist. Ausgerechnet Sven findet bei einem der Rundgänge durch die Wälder plötzlich Florian Warnke erhängt an einem Brückengeländer. Die Polizei findet dazu auch noch Laras Notizbuch am Tatort. Ist Florian der Täter, der eigentlich in Polen zum Möbelkauf unterwegs ist. Und kann Lara jetzt noch gefunden werden?

Als Lara überraschend bewusstlos von Sven in den Dünen entdeckt wird, ist die Verwirrung komplett. Lara kennt ihren Entführer nicht, weiß auch nur auf Nachfrage von einem Raum zu berichten, in dem sie Gefangen gehalten wurde und verhält sich bei den Befragungen eher defensiv und man kommt nicht richtig dahinter, was jetzt wirklich passiert ist. Liegt es daran dass Lara die meiste Zeit betäubt war oder verheimlicht sie was. Warum hat der Täter sie plötzlich freigelassen und wer war der Mörder von Florian. Als dann Cäcilia vermisst wird, stehen alle vor einem Rätsel.

Fazit: Absolute Kauf- und Leseempfehlung *****.
Herrlich realistisch beschriebene Dorfdynamik. Jeder kennt Jeden, Jeder traut keinem und Jeder spricht über Jeden. Wer Stand hat, hat das Sagen. „Wir sind nur Dreck unter ihren Fingernägeln, hat Florian immer gesagt. Solange wir in ihrem System funktionieren und ihnen von Nutzen sind, so lange dulden sie uns neben sich....“ Und Wieder hervorragend ist das Zusammenspiel zwischen den Kollegen Korrittki, Broders, Gerlach & Co. Flüssiger Schreibstil, durchgängig schlüssig und bis zum Ende hin spannend, teilweise witzig ohne kitschig zu werden. Die Nebenschauplätze langweilen nicht. Die Charaktere bleiben sich treu, so dass man sich auch in Band 11 sofort wiederfindet. Am besten gefallen hat mir, dass es während des ganzen Buches so viele Möglichkeiten gab, wie die Geschichte weitergehen könnte, ohne dabei unlogisch zu werden. Ich hatte während dem Lesen bestimmt 4 oder 5 plausible Theorien und am Ende hat Frau Almstädt es geschafft, mich mich mit dem Motiv doch noch zu überraschen.




Montag, 7. März 2016

Von zu vielen Möglichkeiten....


Ist bloggen überhaupt noch zeitgemäß und wenn ja wie sollte so ein Blog denn aussehen? Diese und viele andere Fragen stelle ich mir schon seit geraumer Zeit. Auch wenn es lange keinen Beitrag mehr gab, so habe ich schon viele gedanklich verfasst, während ich andere Dinge tun musste.

Also ist bloggen noch zeitgemäß? Vor allem deswegen, da es so viele begabte Schreiberlinge gibt und es teilweise Blogs gibt, bei denen wirklich ein Profi am Werk sein muss. So hübsch; so perfekt und so clean aber auch sehr kommerziell. Lest ihr wirklich noch auf den Blogs oder schaut ihr Euch nur die schönen Fotos an und klickt Euch dann weiter zum Nächsten weil in Eurem Feedreader noch ca. 40 Andere warten?

Im letzten Jahr habe ich überwiegend, vor allem auch aus Zeitgründen, instagram genutzt wobei ich zuletzt festgestellt habe, wie viel Zeit ich tatsächlich dort und bei Pinterest und Co. tagtäglich verbummelt habe. Gott sei Dank bin ich weiterhin standhaft was Facebook angeht. 

Ständig ereilt mich das schlechte Gewissen, sehe ich doch gelegentlich meine liebevoll ershoppten DIY-Materialien vergammeln. Ich fühlte mich richtig schlecht, wo ich doch jeden Tag geradezu überflutet werde von Möglichkeiten, Ideen und DIY-Vorschlägen. Ich weiß gar nicht wie viele Pins ich auf Pinterest bereits gesammelt habe; ich kann es leider nicht mehr genau sagen, denn ich habe vor Kurzem ganze Pinnwände gelöscht. Auch bei Instagram habe ich mächtig aufgeräumt. Zugegeben waren darunter viele Accounts von Muttis, die regelmäßig morgens die Kleidung ihrer süßen Wonneproppen fotografierten und ich mir bei manchen Usern vorkam als wäre ich unfreiwillig in ein Gewinnspielabo reingefallen. Giveaways wo ich nur hinsehe. Und ich habe morgens bei der ersten Tasse mal schnell paar Herzchen verteilt. Aber mehr aus Gewohnheit. Ich hatte tausend Layouts gemerkt, die ich noch liften wollte. Tausend Rezepte die ich noch testen wollte. Bei einem Rezept merkte ich tatsächlich, dass ich es nur wegen dem schönen Bild gepinnt hatte (die Zutaten mochte ich eigentlich gar nicht).

Ich mag blogs, ich mag Kreativität, und ich mag handgemacht. In jenem Moment wurde mir allerdings klar, warum ich ständig das Gefühl habe von allem zu wenig zu tun. Ja nach wie vor LIEBE ICH HANDGEMACHT. Allerdings muss es nicht immer von mir sein. Ich sehe eine selbst genähte Hose und schwupp wandert schon der erste Stoff in den Dawanda-Warenkorb. Und dann auch zur Sicherheit noch gleich drei andere. Das kann man ja alles auch selbst machen. Weil wenn, dann nähe ich gleich drei oder vier und evtl. noch das T-shirt usw., zumindest so der Plan. Bei instagram sehe ich wieder ein süßes Häkeltierchen und das muss ich natürlich auch können und so shoppe ich gleich mal für drei Tierchen das Material. Die Fotos von 2014 habe ich noch immer nicht fertig einsortiert und das December Daily schaffte ich im Februar. Aber ich schaffte es.

Ich habe mich dann entschieden statt Fleisch Kreativität zu fasten. Mal sehen was so passiert. Alle Warenkörbe gelöscht. Ungesehen ein paar unwichtige Pinnwände gelöscht und bei instagram mich für nur ganz wenige Accounts entschieden, die ich schon länger lese. Ich habe mich von vielen blogs getrennt, in denen mir eine Spur zu heftig diskutiert wird ob mein Kind eine Apfelsaftschorle trinken darf; ob vegan jetzt nicht vielleicht doch das einzige Richtige ist, ob ich nicht ausschließlich Bio kaufen sollte und ob ich mich nicht schon beim ersten Kaffee vergifte und Umweltschäden anrichte weil meine Maschine eine Kapselmaschine ist. Ich habe mich aber auch von denen getrennt, die täglich mehrfach bloggen und mich überfluten. Wo es eben um Masse geht. Das kommt mir fremd und unecht vor. Die, die ein halb leeres Wasserglas fotografieren. „Welch geniale Idee...! Wow du bist toll.“ Hey....das ist einfach Wasser. So geht das pausenlos weiter bis ich ganz klein und mies abends in mein Bett verschwinde und mich dann noch schämen muss, dass ich heute nicht die Welt gerettet habe, wie andere das vermeintlich tagtäglich tun.

Es wird Zeit sich wieder auf ein paar Wesentliche Dinge zu konzentrieren. ? Wer bin ich eigentlich? Wer war ich mal? Warum habe ich mich verändert? Wir sind ständig der Veränderung unterworfen, aber manchmal tun wir das weil wir uns anpassen wollen wo anpassen nicht nötig ist. Und wir erwarten dass auch von Anderen? Wir erwarten das alle so denken wie wir und lassen andere nicht Leben wie sie leben möchten. Es gibt viele Möglichkeiten und nicht jede muss ich nutzen. Ich muss keine Dinge tun nur weil alle Anderen sie gerade tun. Ich habe mich zurückbesinnt und dabei ist mir eingefallen, was ich früher wirklich sehr gerne tat und was sich aktuell eben mit meinem Leben vereinbaren lässt. Für die Erwartungshaltung mancher Menschen fehlt mir leider die Zeit und ehrlich gesagt auch die Lust.

Nach 4 Wochen Abstinenz habe ich mich für ein paar Dinge entschieden:

Ich werde wieder mehr Liebe und Zeit für die Familienküche aufbringen (hier gilt es noch viel zu probieren wobei ich Euch leider sagen muss, dass meine Tochter so gar nicht vegan is(s)t. Sie steht mehr auf Leberwurst, Fleischwurst und Spießbraten. Ja auch Obst mag sie sehr gerne; ob das jetzt alles aus der Region ist -ich gebe mir Mühe. Da ich das Rad allerdings nicht neu erfinden kann, habe ich vor einige Rezepte zu testen. Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen Tip hier unterbringen.

Ich verbringe wieder mehr Zeit mit dem Lesen von Büchern. Aktuell beende ich gerade mit BasteiLübbe in der Lesejury den demnächst erscheinenden 11. Teil der Ostseekrimis von Eva Almstädt „Ostseetod“. Ich bin sehr froh dass ich mich dafür beworben habe und mit 30 anderen eifrigen Krimilesern tatsächlich daran teilnehmen durfte. Es hat mir mal wieder gezeigt wie vielseitig lesen sein kann. Vor allem hat es mir aber gezeigt, wie intensiv man sich mit einem Buch auseinandersetzen kann wenn man es richtig und nicht nebenher liest. Zwischen vielen anderen Dingen.

Ansonsten bin ich bei Storytelling with Project Life® von Ali Edwards dabei und werde mich von ihr mal in die Feinheiten einweisen lassen. Nach Storytelling with December Daily ist das eine gelungen Fortsetzung. Vor allem da Ali wirklich zeigt, dass man nicht den Schrank voller Sachen haben muss um Erinnerungsalben zu erstellen. Auch hier hatte ich auch mal wieder zu viele Ansprüche, in dem ich unbedingt natürlich genauso tolle Fotos machen wollte wie die anderen, mit den Profikameras a la Canon und Co. Und auch Ali erwähnte, dass sie auf der Suche nach Ideen früher 2 Stnden bei Pinterest hingen blieb statt einfach loszulegen.

Ich versuche mich daran zu erinnern, dass Familie das einzig wahre konstante im Leben ist. Das sie mit Dir durch dick und dünn gehen und das sie immer bleiben und wie wichtig es ist, dass sie die Hauptrolle in unserem Leben spielen und wir uns nicht ständig geweißte Momentaufnahmen anderer Leben ansehen auf der Suche nach dem eigenen Glück.
Also...

                                                        Bleib immer Du selbst, es sei denn Du kannst
                                                                                    BATMAN sein, dann sei BATMAN.


Mittwoch, 9. September 2015

Aus aktuellem Anlass . . .

Ich weiß, es ist hier ziemlich ruhig und ich kann auch nicht wirklich Besserung versprechen, denn während ich die Posttraumatische-Belastungsstörung verarbeite, die mich jedes Jahr nach sechs Wochen Sommerferien ereilt und gleichzeitig versuche, die Panik vor den gefühlt morgen beginnenden Herbstferien zu unterdrücken, an die sich dann eine Hüft-OP mit sechs Wochen Gips-Bett für den Sohnemann anschließt, was uns dann bis Weihnachten amüsieren wird ... (kurz Luft holen, der Satz ist gleich zu Ende ;) )
... erreichen mich/uns jeden Tag neue schreckliche Bilder aus dem ganzen Land und Europa steht unter dem Eindruck einer Völkerwanderung.
Und deswegen möchte ich heute hier ebenfalls für all diejenigen, die sich leider nicht mehr in unserem Land wohlfühlen können, weil wir so viele Flüchtlinge mit offenen Armen und weitem Herzen aufnehmen, noch mal folgendes ausdrücklich klar stellen : sucht Euch einen kaputten Kahn, einen Kühllaster oder ein Schlauchboot und sucht Euch mit einem Rucksack und einem Kleinkind bewaffnet einfach eine neue Heimat, ich werde Euch nicht aufhalten.

Besser als ich können das aber andere ausdrücken und deswegen hier ein toller Bericht einer sehr schreibbegabten Kollegin und ein weiterer Link zu einer Idee, die jeder leicht umsetzen kann.
http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/blogger-machen-mit/als-blog-aktiv-werden/


Donnerstag, 30. April 2015

Hallo erstmal....

Habt ihr Euch erstreckt? Ich mich auch. Ich musste auch erstmal den Butto für "neuen Post" finden. Ich hab ihn gefunden.

Vielleicht habt ihr es schon gesehen auf meinem Blog. Ich habe mich entschieden, dass Demo sein ganz an den Nagel zu hängen. Während der Mann gerade mal das Kind sittet, komme ich dazu mal ein Lebenszeichen von mir zu geben. 

MAMA = 24 Stunden = WENIG SCHLAF = VIEL TRAGEN BABY = WENIG ZEIT = MEISTENS TOTAL KAPUTT = ABER SCHÖN 


Mittlerweile sind meine Hobbys ja auch vielseitiger geworden und beschränken sich auch nicht mehr nur auf Stampin UP. Es ist mir auch wichtig, wieder freier in meinen Kaufentscheidungen zu sein und nicht auf jeden Zug aufspringen zu müssen. Derzeit verbringe ich meine Abende mit dem Häkeln von Bina dem Bären für das Mäusekind nach einer Anleitung von hier. Ein paar youtube Videos reichen um sich vorher ein wenig die Grundlagen wieder ins Gedächtnis zu rufen. Es macht wirklich Spaß.

Da das Mäusekind im Sommer getauft werden will habe ich diese Einladungen verschickt.





Das Set Dotty Angels mochte ich sofort, als letztes Jahr der neue Katalog erschien. Wenn ich richtig gesehen habe, bleibt es uns ja auch noch erhalten. Vor allem konnte ich auch die Umschläge gleich entsprechend passend gestalten. Das Encore Stempelkissen in Silber hat mich sehr begeistert. Leider kann man den edlen Schimmer nicht auf den Fotos sehen. 

Was meine Blogarbeit hier betrifft muss ich mich mal mit meiner Schwester kurzschließen. Blogger ist wirklich mittlerweile sehr anstregend. Wenn man wenig Zeit hat und der komplette Post beim Speichern verloren geht, ist das zermürbend.

Materialliste
Papier: Flüsterweiß & Safrangelb
Stempelfarben: Safrangelb, Encore Silber, Altrose
Sonstiges: Basic Strassschmuck und C6 flüsterweiß Umschläge
Thinlits Schmetterlingsformen
Stempelsets: Dotty Angels, Dankbar für Dich aus der SAB (die Herzen), Eins für Alles (finde ich so toll) und Überraschung.

Zu den Schmetterlingen muss ich ja sagen, dass ich sie wunderschön finde. Allerdings eine Stanze die nur funktioniert wenn Vollmond ist man den Trockner laufen lässt und grade keine schwarze Katze unter einer Leiter langläuft. Also ich finde sie sollte überarbeitet werden oder eine BIG Z werden. Aber schee is se scho.

Ich hoffe trotzdem, dass ich bald Zeit zum scrappen finden werden. Es sind ja sooooo viele Fotos die man von seinem Kind macht.

Dienstag, 17. März 2015

Heute habe ich kein Foto für Euch...

leider ist es mir noch nicht gelungen herauszufinden, wieso Blogger meine Fotos nicht hoch lädt und auch komische Formatierungen an meinen Texten vornimmt, während der Entwurfs-Modus ganz normal aussieht. Habt Ihr eine Idee?

#EDIT : Scheinbar hat Blogger ein Problem mit meinen Sicherheitseinstellungen im Browser, jetzt geht es.
Aus Zeitgründen also nur meine Bilder meines Workshop-Projektes vom Januar, ein Taschenkalender. Die Anleitung findet ihr u.a. hier bei Dörte!











Montag, 16. März 2015

Schnappatmung und Inspirations-Overkill


Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll:
Das Jahr ist kaum oder schon drei Monate alt und schon rast wieder alles wie ein ICE an mir vorbei und ich bekomme noch abends im Bett Schnappatmung, wenn ich darüber nachdenke, was ich alles noch tun muss und will, was ich schon wieder hinter mir habe und wie ich das wohl alles schaffen soll. Die letzten 14 Tage der SAB sind angebrochen und ehrlich gesagt, ich bin in diesem Jahr begeistert über die Resonanz aber auch total froh wenn es wieder etwas ruhiger wird. Zwischendurch hat uns natürlich auch, wie in jedem Jahr, die Grippewelle erwischt, für uns wird das mittlerweile zum Running Gag obwohl es alles andere als lustig ist, wenn man mit einem pflegebedürftigen Kind und zwei Erwachsenen gleichzeitig(!) krank wird. Nächstes Jahr planen wir das jetzt einfach für alle Helfer, ohne die wir den Februar nicht überstanden hätten, fest ein. Dann könnt Ihr Euch am besten Urlaub nehmen bzw. seid vorbereitet auf das Drama. Echt wahr, wenn man morgens beim Frühstück auswürfeln muss, wer weniger Fieber als die anderen hat, ist das nicht schön.





Gleichzeitig hat man dann ja auch ganz viel Zeit, wenn die Augen grade nicht tränen und der Kopf nicht zu zerplatzen droht, bei Pinterest und den Blogs der vielen, vielen kreativen Köpfe da draußen zu stöbern. Und in diesem Jahr empfinde ich es so, als seien in den letzten Wochen die Bilder und Anleitungen toller Projekte explodiert, ich habe soviel "Das muss ich unbedingt auch mal probieren"-Beispiele auf meinem Zettel, dass ich gar nicht weiß, wo anzufangen. Und dann jedesmal die Frage, was zeige ich auf meinen Workshops und wie berücksichtige ich am besten die Wünsche meiner Gastgeberinnen und Gäste. Gar nicht so einfach.
Perpetual Birthday Calendar Photopolymer Stamp Set by Stampin' Up!
Perpetual Birthday Calendar
Butterfly Basics Clear Stamp Set by Stampin' Up!
Schmetterlingsgruß













Meine zwei ersten und auf den ersten Blick heiß geliebten Stempelsets aus dem Katalog stehen in dieser SAB für mich im Mittelpunkt aller Projekte, denn diese beiden Sets sind so vielseitig einsetzbar.




         
Auch die Mädels, mit denen ich in den letzten 12 Wochen basteln durfte, haben schnell erkannt, dass der Saisonkatalog hier zwei Stempelsets beinhaltet, die das ganze Jahr für Karten und Projekte aller Art zu nutzen sind. Jetzt, wo nur noch ein Workshop aussteht, kann ich Euch auch endlich die unterschiedlichen Sachen zeigen, die ich/wir damit gestaltet haben.
Zum Set Schmetterlingsgruß sind dann zwangsläufig auch die tollen Butterflies-Framelits bei mir eingezogen, mittlerweile habe ich dank toller Tipps im WWW auch meine Sorte Vlies (Trockner- und Staubtücher) gefunden, deren Geruch ich ertragen kann und die helfen, die wirklich sehr filigranen Einzelteilchen zu entfernen. Gestern sah ich auch noch einmal einen Hinweis, dass auch Fusselrollen hilfreich seien, naja in einem Haushalt mit einem Stubentiger liegen die ja nun nahezu in jedem Zimmer herum :)


Das Kalenderset gehört eigentlich zu einem Projekt Kit für Kalender, sinnigerweise habe ich das schon mal gleich im Katalog übersehen und mir beides einzeln gekauft. Allerdings sind beide auch völlig unabhängig voneinander einsetzbar, das Stempelset ist einfach nur der Hammer zur Gestaltung von Hintergründen jeder Art. Alle von Euch, die Gorgeous Grunge lieben und Confetti gemocht haben, finden hier eine genial Kombination beider Möglichkeiten. Kleine Motive in Klarsicht, die sich wunderbar einzeln oder auch in frei wählbaren Kombinationen arrangieren lassen. Ich liiieeeebe das Set. Und da war dann leider mein Problem mit dem Inspirations-Overkill wieder da, denn ich habe noch so viele Ideen im Kopf, die ich zeitlich zur Zeit gar nicht umsetzen kann und da steht ja auch wieder Ostern vor der Tür.
Also bleibt uns treu, auch wenn es hier sehr sehr ruhig geworden ist, es bleibt spannend und turbulent wie eh und je...






Retro Karten